Liberale Judische Gemeinde Hamburg

Herzlich Willkommen

bei der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hamburg! 

Die Liberale Jüdische Gemeinde Hamburg LJGH wurde 2004 wiedergegründet und ist Mitglied in der Union Progressiver Juden.

Die Grundlage unserer Gemeinde ist die gesamte jüdische Tradition wie sie sich in Tora und Halacha widerspiegelt, verbunden mit Weltoffenheit, Toleranz und Menschlichkeit. Wir heißen in unserer Gemeinde alle Jüdinnen und Juden willkommen, unabhängig von ihrer Herkunft und ihrem Familienstand und stehen für die wechselseitige Akzeptanz aller jüdischen Richtungen ein.

Die LJGH engagiert sich aktiv im innerjüdischen und interreligiösen Dialog, sowohl im jüdisch-christlichen Dialog, als auch im Dialog mit muslimischen Gemeinden.

Zu unseren Veranstaltungen und Gottesdiensten sind auch Gäste herzlich willkommen. Bitte melden Sie sich an, wenn Sie uns besuchen möchten: Anmeldung. Die meisten Gottesdienste finden in barrierefreien Gebäuden statt.

Unsere Gemeinde ist sehr aktiv, Neuigkeiten finden Sie unter Aktuelles & Infos.

Hier geht es zum Wort des Rabbiners, Dwar Thora - die aktuelle Auslegung des Wochenabschnitts - auf deutsch und auf russisch.

Für Presseanfragen und entsprechende Informationen kontaktieren Sie bitte unsere Öffentlichkeitsarbeit.

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Wort des Rabbiners zu Tu BiShwat

Mein Lehrer aus HUC und Kollege Rabbiner Yehoram Mazor aus Israel schreibt:

"Den Lesenden und Betenden Schalom und Chag Sameach, ein Frohes Fest Tu BiSchwat! 
"Was bedeutet "Tikun Seder Tu BiSchwat"?
Wir wissen aus der Überlieferung, dass dieser Brauch von Ha'ari und seinen Schülern im Zentrum der Kabbala, in Zfat (Safed), im 16. Jahrhundert eingeführt wurde. Ha-Ari und seine Schüler, die Kabbalisten, bemühten sich, alte Bräuche wieder einzuführen, um das Volk nach der Vertreibung aus Spanien zu ermutigen. Das Zentrum der Kabbala strebte in all seinem Tun und Handeln danach, mit der Natur in Erez Israel in Einklang zu kommen, denn in den langen Exiljahren hatte sich das jüdische Volk auch geistig von der Natur Erez Israels entfremdet. Deswegen maßen die Weisen von Zfat (Safed) Tu BiSchwat eine große Bedeutung zu. Sie bemühten
sich, sich im Geiste mit den Bergen, Hügeln, Tälern, Schluchten und Feldern zu vereinigen. Sie feierten diesen Tag, indem sie Früchte des Landes aßen. Im Laufe der Zeit bekam der Brauch des ,,Nachtgebets" , des
Tikun Seder Tu BiSchwat, seinen besonderen Charakter. Er wurde als ein ,,Seder” ähnlich dem des Pessach gestaltet, einschließlich des Segnens von vier Bechern Wein. Man beginnt mit Weißwein, mischt ihn mit etwas Rotwein und endet schließlich mit Rotwein. Der Wein symbolisiert das Ende des Winters und den Beginn des Sommers. Auch in der Diaspora, wo kein ,,Seder Tu BiSchwat" gefeiert wurde, pflegte man an diesem Tag Früchte zu essen. In jeder Gemeinde und ethnischer Gruppe wurde der Brauch nach eigenem Charakter und Geschmack unterschiedlich gestaltet.
In Israel bekam dieser Tag seit der Rückkehr nach Zion die Bedeutung der Neupflanzung. Die Schulkinder pflanzen Bäume, um dem Land die grüne Herrlichkeit von früher wieder zu geben. Dieser Brauch ist zwar schon bei der Jugend verwurzelt, jedoch wächst das Bedürfnis, diesem Tag einen tieferen Sinn zu verleihen. So wie die Kabbalisten versuchen wir mit diesem Tikunheft, die Bindung des Stadtmenschen zur Natur zu festigen. Wir können nicht alle Bauern werden und das Land tatsächlich bebauen, aber wir können die geistige Bindung an das Land wieder stärken. Frohes Fest mit wieder entdecktem Inhalt"

Dr. Moshe Navon, Liberaler Landesrabbiner für Hamburg

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