Liberale Judische Gemeinde Hamburg

Aktuelles

Veranstaltungshinweise:

Sommer 2017: Veranstaltungen der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit ... mehr

So. 23.-30.07.2017: Bibelwoche ...mehr

Geschichtswerkstatt Eimsbüttel: Marion Baruch - jüdische Lebensgeschichte aus Eimsbüttel... und andere Veranstaltungen April -Juli ...mehr

Die Geschichte der Famlie Baruch aus Hamburg mehr im Programm der Geschichtswerkstatt Eimsbüttel und unter:
https://baruchfamily.wordpress.com/2013/05/24/it-all-began-with-a-picture/

Montags, Sommersemester: Ringvorlesung zu Gottesbildern im Judentum ... mehr

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16. Juni 2017: Besuch von Hannah Schwadron

wir haben an diesem shabbat im juni wunderbaren besuch gehabt
die großmütter von hannah und lior haben wohl in dem raum, der heute unser
betsaal ist, geturnt, denn der raum war der gymnastiksaal der früheren
israelitischen töchterschule.
hannah schwadron, heute assistenz-professorin für tanzgeschichte in florida, ist
die enkeltochter von ursula lievendag, die im jahr 1938 schülerin der israelitischen
töchterschule war. ursula gelang die flucht nach shanghai.

hannah schwadron hat mit schülern und schülerinnen der 7. klasse der ida-ehre-schule das tanzprojekt 'KLASSE' erarbeitet. an diese schule, die damals jahn-schule hieß
und eine ns-musteranstalt war, die ihre jüdischen schüler und schülerinnen schon
1935 von der schule ausschloß, war ursula lievendag gegangen, bevor sie auf die
israelitische töchterschule umschulen mußte, die für jüdische kinder die einzige
schule war, auf die sie noch gehen konnten.
das tanzprojekt 'KLASSE', welches filmisch dokumentiert ist (filmemacherin malia
bruker - auch sie war gast in unserer gemeinde an diesem samstag!), zeigt, wie sich
jüdische kinder in den späten dreißiger und frühen vierziger jahren des letzten
jahrhunderts gefühlt haben müssen, unter dem druck des antisemitismus, einer
ungewissen zukunft entgegensehend, und der film macht spürbar, wie die kinder
darum gerungen haben, ihren lebensmut zu behalten und ihn nicht zu verlieren.
lior o., auch unser gast an diesem sehr besonderen shabbat, geboren in israel und seit
einigen jahren in hamburg lebend, ist der enkelsohn der hamburgerin helga arna,
geborene baruch und bernhard arna.
helga und bernhard arna konnten im september 1936 nach palästina auswandern,
während die schwester von helga, marion und der vater georg am 8.11.1941 nach minsk
deportiert wurden. rolf, der bruder von helga und marion baruch, und seine frau walli
wurden am 19. april 1943 von berlin nach auschwitz deportiert. niemand aus helgas
familie ausser ihr hat überlebt.
die baruch-familie gehörte dem tempelverband an und rolf baruch, der großonkel von
lior, feierte im jahre 1933 mit dem rabbiner italiener seine bar mitza-werdung im
tempel an der oberstaße.
es war ein ganz besonderes ereignis, diese jungen menschen, enkelkinder von
verfolgten juden und jüdinnen, an diesem shabbat in unserer gemeinde zu besuch zu
haben und miteinander sprechen zu können!
und so haben sich kreise geschlossen.

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Buch: Die Integration der Wissenschaftler

Mit freundlicher Unterstützung der Alfred-Töpfer-Stiftung erschien im Rahmen des Projektes Integrations-Kulturprojekt das Buch „Integration der Wissenschaftler“, verlegt von der LJGH im Verlag "Haus der Wissenschaftler". Darin setzen sich Autoren des Wissenschaftlichen Klubs unter dem Dach der LJGH vorrangig mit der Tatsache auseinander, dass sie in in ihren Herkunftsländern hochqualifizierte Akademiker waren, ihre Fähigkeiten in ihrer neuen Heimat Deutschland heute nicht ausreichend einbringen dürfen. Herausgekommen ist eine Sammlung von Aufsätzen nicht nur um das hochaktuelle Thema der Integration.

.

Dieses Buch ist nun sogar in den USA in drei Bibliotheken aufgenommen worde! Das belegt, welches Interesse an diesem Thema besteht. Und es zeigt auch, wie eindrucksvoll die Berichte von Menschen sind, die zwar eine gute Ausbildung haben, dann aber alles riskieren müssen, um in einem fremden Land mit fremder Sprache neu anzufangen.

Verlag: Haus der Wissenschaftler e.V.,  ISBN 978-3-936112-76-4.

Das Buch kostet 30,- € plus Versandkosten und kann bei Dr. Gleiser ( gleizer2@rambler.ru ) bestellt werden.

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Pessach 5777:

Wir hatten einen wunderbaren Seder-Abend mit ca. 50 Besuchern.
Und das Fernsehen war zu Gast und hat im Hamburg-Journal berichtet. Den Beitrag kann man hier anschauen: https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/hamburg_journal/Pessachfest-beginnt,hamj55546.html

 

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22.02.2017: Stolpersteinverlegung für Esther Neukorn

Rede von Rabbiner Dr. Navon:

„Über dem Tor von Auschwitz wurde es geschrieben "Arbeit macht frei":

Die Nazis hatten die Namen der Menschen zu  Nummern gemacht um sie auszulösen, wir bringen die Namen in die menschliche Umwelt zurück. Die Nazi-Verbrecher hatten in Auschwitz vom ersten Moment versucht, die Gefangenen "zu erziehen", um sie in ihre treuen und übereinstimmenden Opfer zu verwandeln. Sie versuchten, die inneren Einstellungen der Opfer mit den Wünschen und Plänen der Tyrannen und Mörder in Einklang zu bringen, ohne dass diese, die Opfer, es merken sollten. Diese Sklaverei wurde in die Haut der Gefangenen eintätowiert: der Name wurde durch die  Zahl ersetzt. Arbeit wurde in Todesstrafe verwandelt. Der grausame Mord wurde Freiheit genannt. Die wenigen Menschen, die Auschwitz überleben konnten, sollten noch viele Jahre mit ihren Erinnerungen an Auschwitz kämpfen, um sich von dieser inneren Sklaverei zu befreien. Wer kann wissen, ob und wie viele der  Überlebenden das erreichen konnten? - Es war das innere Stigma der Sklaverei, dass das Opfer das mörderische Wünschen und Streben des Henkers verinnerlicht. Dieses Gift wirkt innerlich in der Seele des Opfers weiter, selbst wenn die unmenschlichen Tyrannen schon lange vom Antlitz der Erde verschwunden sind. Ich fragte mich, warum die Kinder und Enkel der deutschen Kriegsgeneration Interesse daran haben, die Namen des Opfers auf ihrer Straßen wieder lebendig werden zu lassen? Und die Antwort habe ich in der Thora gefunden:

„Den Himmel und die Erde rufe ich heute als Zeugen gegen euch an. Leben und Tod lege ich dir vor, Segen und Fluch. Wähle also das Leben, damit du lebst, du und deine Nachkommen“ 5Mose 30,19

Die Kinder und Enkel der deutschen Kriegsgeneration wollen sicherstellen, dass das Nazis-Giftgas der Unmenschlichkeit nicht bis heute und in der Zukunft ihre Seelen und die Seelen ihrer Kinder vergiften kann.

Die Nazis hatten Menschen zu  Nummern gemacht um sie auszulösen, wie bringen die Namen zurück in die menschliche Umwelt:

Esther bat Salomon und Beila Neukorn und ihre Schwester: Anna Carolina und Maria.“

(Quelle: Das Wort des Rabbiners, Dr. Moshe Navon, Liberaler Landesrabbiner der LJGH für Hamburg)

 

El Male Rachamim – „Gott voller Erbarmen“  

El malej Rachamim, schochen baMromim,
hamze Menuchah nechonah,
tachat Knafej haSch'chinah,
beMaalot Keduschim weTehorim keSohar haRakia mas'hirim
et khal haNeschamot schel sheshet Millionej haYehudim,
Hal'lej haShoah beEuropa,
sche-nehergu, sche-nisch'chetu,
sche-nis'refu, wesche-nis'pu al Kiddusch haSCHEM,
b'Jadej haMeraz'chim ha-Nazim- weOs'rejhem miSch'ar haAmim.

Baawur sche-khal haKahal mit'palel leIluj Nischmotehem,
lachen Baal haRachamim jastiram
beSeter Knafaw leOlamim
wejizror biZror haChajim et Nischmotejhem.

Adonaj hu Nachlatam, beGan-Eden tehe Menuchatam,
wejanuchu beSchalom alMischkewotejhem.
Wejaamidu leGoralam leKejz haJamim.
Wenomar: Amejn.

G'tt voller Erbarmen, in den Himmelshöhen thronend,
es sollen finden die verdiente Ruhestätte
unter den Flügeln Deiner Gegenwart,
in den Höhen der Gerechten und Heiligen,
strahlend wie der Glanz des Himmels,
all die Seelen der Sechs-Millionen Juden,
Opfer der Shoah in Europa,
ermordet, geschlachtet,
verbrannt, umgekommen in Heiligung Deines Namens;
durch die Hände der nazi-Mörder
und ihrer Helfer aus den weiteren Völkern.

Sieh die gesamte Gemeinde betet für das Aufsteigen ihrer Seelen,
so berge sie doch Du, Herr des Erbarmens,
im Schutze deiner Fittiche in Ewigkeit
und schließe ihre Seelen mit ein in das Band des ewigen Lebens.

G'tt sei ihr Erbbesitz,
und im Garten Eden ihre Ruhestätte,
und sie mögen ruhen an ihrer Lagerstätte in Frieden.
Und sie mögen wieder erstehen zu ihrer Bestimmung
am Ende der Tage.    Die Quelle: http://www.schoah.org/religion/rahamim.htm

Das Gebet kann auch als Video gesehen werden:

https://www.facebook.com/Katholische-Akademie-Hamburg-222993937717005/

Link zum Bericht der Katholichschen Akademie:

http://www.kahh.de/fileadmin/user_upload/Stolperstein_fuer_Website.pdf

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10.02.2017: Neujahr der Bäume mit Rabbiner Dr. Navon

Zum ersten Mal feierten wir Tu bi-Schwat, das Neujahr der Bäume in großer Runde und mit allem, was an Sieben Früchten, zwei Farben Wein (bzw. Saft) und anderem noch dazu gehört.

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Verleihung des Israel Jacobson Preises an Rabbiner Joel Oseran

Hamburgs liberaler Landesrabbiner Dr. Navon und die Vorsitzende der LJGH, Galina Jarkova, gratulieren Rabbiner Oseran zur Verleihung des Israel Jakobson Preises:

Die Liberale Jüdische Gemeinde Hamburg freut sich besonders über die Verleihung  des Israel Jacobson Preises an den ehemaligen Vizepräsidenten der Weltunion, Rabbiner Joel Oseran. Rabbiner Joel Oseran wurde für seinen nachhaltigen Einsatz für die liberale Richtung des Judentums weltweit, aber auch in Deutschland, gewürdigt.

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04.02.2017: Konzert mit Dana Zeimer, Natalia Krel und Rostislav Golod in der Jerusalemkirche in Hamburg

Auf Einladung von Pastor Gossmann gaben Dana Zeimer (Sopran), Natalia Krel (Klavier) und Rostislav Golod (Geige) ein wunderbares Konzert mit Liedern von Händel, Mozart, Vivaldi und Grenados. Besonders mitreißend und emotional waren die Lieder in Ladino, dem "Jiddisch" der spanischen Juden. Etwa 100 Besucher feierten die Musiker  mit stürmischem Applaus.

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29.01.2017: Kinder-Schacharit in der LJGH mit Rabbiner Navon und Dana Zeimer
 

Am Samstag feierten wir zum zweiten Mal einen Kinderschacharit, gemeinsam geleitet von unserem Rabbiner Navon und unserer Kantorin Dana Zeimer. Die begeisterten jungen Gottesdienstbesucher, zwischen 3 und 13 Jahren, hatten eine besondere Aufgabe: sie sollten den Wochenabschnitt in einem Gemeinschaftswerk als Bild widergeben. Lange und mit viel Engagement wurde besprochen, was alles in dem Bild auftauchen sollte. Am Ende konnte jedes Kind seine Vorstellung verwirklichen und es entstand ein kleines Kunstwerk, auf das nun alle stolz sind. Rabbiner Navon war sehr angetan von der Lebendigkeit und Begeisterungsfähigkeit der Kinder: "Das war schön, das machen wir wieder!" Geplant ist nun ein monatlicher Kinderschacharit in der LJGH.

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Externer Veranstaltungshinweis

Theologie und Gender – interreligiös
Prophetinnen damals und heute in Judentum, Christentum und Islam
In dem Workshop wird die Rolle von Frauen* in der prophetischen Tradition der drei monotheistischen Religionen und ihre Bedeutung für unser Handeln heute ausgelotet.
Mittwoch, 15. Februar 2017, 18.00 - 21.00 Uhr
Ort: Jerusalem-Akademie, Schäferkampsallee 36,
Hamburg-Eimsbüttel (nicht barrierefrei)
Verantwortlich: Michaela Will, Wolfgang Seibert, Jüdische Gemeinde Pinneberg, Dr. Hans-Christoph Goßmann, Jerusalem-Akademie
Referentinnen: Dr. Monika Kaminska (Universität Hamburg), Prof. Dr. Klara Butting (Erev-Rav), Shaykha Halima Krausen (Akademie der Weltreligionen), Dana Zeimer (Kantorin; Liberale Jüdische Gemeinden)

Kosten: Spende erbeten

* Das Sternchen steht für die Buntheit von Frauen*, die alle dualistischen Festschreibungen vermeintlicher „Weiblichkeit“ immer wieder überschreiten.

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Bericht zu:

5. Lehrer-Lounge „Kulturelle Jugendbildung in Kirchen und Religionsgemeinschaften“ zum Festival „Um alles in der Welt – Die Lessingtage“ 23.1.2017

ja, montag nachmittag, kalt ist es in hamburg, als rabbi moshe und ich vor dem thaliatheater drauf warten, dass wir reingelassen werden.
und dann, ganz oben, unterm dach, das nachtasyl.
insgesamt sitzen vertreterInnen von 4 religionen, evangelisch, katholisch, der islam ist vertreten, und rabbiner dr. navon als liberaler landesrabbiner und vertreter der liberalen jüdischen gemeinde auf dem podium und referieren über die bedingungen und die inhalte ihrer arbeit mit kindern und jugendlichen. welche kulturellen und religiösen inhalte vermitteln wir unseren kindern und jugendlichen, das ist das thema. ungefähr 40 menschen sind gekommen, um zuzuhören, lehrer und lehrerinnen, aber auch schüler*innen und andere am interreligösen und interkulturellem austausch interessierte.
alle anderen auf dem podium sind mitarbeiterInnen großer religiöser  institutionen, die über apparate und sekretariate verfügen. es wird deutlich, dass wir auch die bedingungen erwähnen müssen, die finanzielle und personelle ausstattung unserer gemeinde, die räumlichen gegebenheiten, dass wir 'wandern' müssen, weil wir keine eigenen geeigneten räume haben. der rabbi erklärt, dass es immer noch die folgen der schoah sind, mit denen wir zu tun haben. dass das einstmals blühende liberale judentum zahlenmäßig stark war, ja, dass das liberale judentum in hamburg vor 200 jahren der grundstein war für eine weltweite liberalisierung des judentums, die mehrheit der juden und jüdinnen in hamburg liberal wurden, und dass es nicht ohne weiteres möglich war, nach 1945 wieder anzuknüpfen an die blüte der jahrzehnte vor der shoah. dass unsere gemeinde im jahr 2004 gegründet wurde, dass wir in der gemeinde noch mit vielen schwierigkeiten zu kämpfen haben, aber eben auch viel schaffen und als liberale gemeinde den interreligiösen austausch und die verständigung suchen und fördern.
und dass wir unter diesen bedingungen es schaffen, unterschiedliche menschen zusammen zu bringen, dass wir viele sprachen sprechen...und dass wir für kinder und jugendliche viele verschiedene angebote haben.

es waren dann murmelgruppen bzw. vier-ecken-gespräche vorgesehen, wo die besucher*innen noch vertiefende nachfragen stellen konnten....die zeit wurde, ist es denn anders zu erwarten gewesen, viel zu kurz, wir hätten sicher alle noch gerne weiter diese möglichkeit zum austausch genutzt.
zum abschluß hat rabbi moshe dann den vorschlag eingebracht, dass wir uns auf diesem podium ganz konkret auf die ringparabel beziehen. 
wenn wir , 'Juden, Christen und Muslime, als Kinder Abrahams seine gesegneten Ringe tragen wollen, so müssen wir unsere drei Ringe ununterbrochen austauschen: „Von Gott „gesegnet“ sein heißt, wohin man tritt, in jeder Lebenslage Segen, Güte, Treue einem Anderem spenden!“'(zitat dr. moshe navon). er bezog sich in seinen ausführungen sowohl auf regina jonas, die weltweit erste rabbinerin, die noch unter den bedingungen des kz dafür stand, dass sie fluch in segen umzuwandeln suchte als auch auf den christlichen theologen  dietrich bonhoeffer, der am 9. april 1945 im kz flossenbürg hingerichtet wurde.
die theaterpädagogin frau anne katrin klinge, die die gastgeberin für diese veranstaltung war, zog sich einen ring vom finger, und wir auf dem podium kreierten den segenskreislauf, sehr bildlich und sehr eindrücklich, indem wir den ring jeweils mit einem segen an unsere nebenfrau oder unseren nebenmann weitergaben, der uns jeweils dann auch mit einem segen bedachte.
ringlein, ringlein, du darfst wandern...
es war eine veranstaltung, auf der deutlich wurde, dass es uns als eine liberale jüdische kraft in hamburg gibt, wir haben die möglichkeit genutzt, bekannter zu werden...wir haben kontakte geknüpft und ein leitmotiv für die interreligiöse begegnung sehr plastisch dargestellt.
oshra b. danker

____________________________________________________________________________________Externer Veranstaltungshinweis

Salomo-Birnbaum-Gesellschaft für Jiddisch in Hamburg e.V.
Liebe Freunde,
auf den Film "Auf der Suche nach dem letzten Juden in meiner Familie" (Doku 2013) der am Sonntag 29.Januar 2017 um 17:00 Uhr "Metropolis" - Kino, Hamburg Kl. Theaterstr. 10 gezeigt wird, möchte ich Euch empfehlen. Silvia Holzinger und Peter Haas, die Filmemacher werden anwesend sein.

____________________________________________________________________________________Externer Veranstaltungshinweis: Nachricht vom "Lehrhaus – the Leo Baeck College Jewish Adult learning programme in London":

Dear Friends

We have been running the Lehrhaus – the Leo Baeck College Jewish Adult learning programme in London for three years now and the feedback we received was that people outside of London and outside UK wanted on-line courses to be able to study with us. So, we listened and are delighted to offer five on-line courses for this coming spring semester.

All courses are run in GMT time but all sessions are recorded and available for participants to access for 7 days after the session takes place. There is also constant email support from a teacher, so it is great way to ask questions and receive extra help with the subject.

For full descriptions of our SPRING courses please go to:

www.lbc.ac.uk/LEHRHAUS Spring 2017

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Jiddisch gegen Rechts

Konzert im Rahmen der Woche des Gedenkens 2017 im Goldbekhaus

am Samstag, den 11.2.2017 um 20.30 Uhr,
Moorfuhrtweg 9, 22303 Hamburg:

Eigens für die „Woche des Gedenkens“ 2017 hat Stella's Morgenstern wieder Musiker eingeladen, um mit einem einmaligen Konzert an die traditionelle Musik der osteuropäischen Juden zu erinnern und die Bandbreite neuer jüdischer Musik aufzuzeigen.

Unter dem Motto „Mahnung“ präsentieren „Polina und Merlin Shepherd“ (Brighton/UK) und „Stella's Morgenstern“ (Hamburg/Israel) in einer persönlichen Auswahl traditionelle und neue jüdische Kompositionen gegen Rechtsradikalismus und Antisemitismus.

____________________________________________________________________________________Externer Veranstaltungshinweis

„Hundert Jahre Balfour Deklaration. Der Zionismus – von der Ideengeschichte zur nationalstaatlichen Umsetzung“

Termin: 29.03. – 31.03.2017 , Ort: Frankfurt am Main.

Nähere Informationen: www.zentralratdjuden.de

____________________________________________________________________________________Externer Veranstaltungshinweis

Das 10. Limmud-Lern-Festival eröffnet seine Anmeldung.  Limmud 2017

Es findet im Mai 2017 statt - Vom 25. bis 28. Mai 2017 im DJH Resort Neuharlingersiel.
Bis zum 31.01.2017 gelten unsere günstigeren Early-Bird Preise.
Alle Informationen zum Festival findet Sie hier.

Was Programm für Kinder und Jugendliche finden Sie hier.

Wenn Sie allgemeine Anregungen oder Fragen haben, schreiben Sie an info@limmud.de, bei Fragen zur Anmeldung an anmeldung@limmud.de und bei Programmangelegenheiten an programm@limmud.de

PS: Wer nicht bis Mai warten möchte, am Sonntag, 12. Februar 2017, gibt es den Limmud-Tag Essen.

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Werkstatt Tora-Schreiben mit Rabbinerin Hanna Klebansky, Jerusalem
Wie schreibt man eine Torarolle?

Auf welchem Material und mit  welchen  Werkzeugen?

Wie  kommt  es,  dass  man  im Judentum den Beruf des Tora-Schreibers lernen muss?

Und warum  wird  eine  unbrauchbare  Torarolle  beerdigt  wie  ein Mensch?

Und welche Bedeutung haben die einzelnen Buchstaben?
Hanna  Klebansky  ist  Tora-Schreiberin  –  ein  Beruf,  den  im  orthodoxen Judentum eigentlich nur Männer ausüben dürfen. Die in Russland geborene Jüdin lebt in Israel. Sie ist orthodox, feministisch, beschäftigt sich u.a. mit der jüdischen Mystik, ist Rabbinerin und ist eine weibliche „Soferet“. Sie erläutert die Bedeutung der Schrift im Judentum, führt Tora-Schreiben praktisch vor und leitet die Teilnehmer beim eigenen Schreiben mit den besonderen Materialien und Instrumenten an.
Datum: Sonntag, 26. Februar 2017 Zeit: 15.30 - 19 Uhr
Ort: Ökumenezentrum, Agathe-Lasch-Weg 16 22605   Hamburg
Kosten:10,00 € /erm. 8,00 € (inkl. Material und Kaffee)
Teilnehmerzahl: 30 Personen (max.)

Anmeldung: Pastorin Hanna Lehming E-Mail: s.heidenreich@nordkirche-weltweit.de Tel. 040 - 881 81 312 (Frau Heidenreich)

Weitere Veranstaltungen des "Lehrhaus Hamburg, Christlich-Jüdischer Dialog in der Nordkirche" finden Sie hier.

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Bericht: Am 15. September 2016 beteiligten sich Rabbi Moshe Navon und Kantorin Dana Zeimer an der Kunstaktion „Engel der Kulturen meets Trimum“ im Hamburger Stadtteil Mümmelmannsberg.

Viele Menschen, besonders Kinder, der drei großen monotheistischen Religionen beteiligten sich an Umzug und Festveranstaltung rund um das Symbol des Engels. DER Engel der Veranstaltung besteht aus einem großen Eisenrad, das aus Mondsichel, Davidstern und Kreuz eine Engelsfigur formt. Dieses Rad wurde vor dem Ev-Luth. Kirchengemeindezentrum der Kirche in Steinbek in den Boden eingelassen. Hamburg war der 98. Schauplatz dieses Kunstprojekts, gefördert von „Demokratie leben!“, aber nicht der letzte. Dana Zeimer, Rabbiner Navon und Pastor Stephan Thieme brannten gemeinsam die Bodenintarsie für die nächste Stadt. Weitere Infos und Bilder finden Sie im Mümmelblog.

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Eindrücke (17. September 2016)

Nacht der Kirchen 2016

 

 

 

 

Wir waren in der Nacht der Kirchen am 17. September 2016 zu Gast in der Jerusalem-Gemeinde zu einem internationalen Interreligiösen Themenabend. Das Programm des Abends können Sie hier herunterladen.

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Konfirmanden aus Wentorf zu Besuch im Gottesdienst (17.9.16)

Zum Shabbat Shacharit am 17.09.2016 besuchte uns die Konfirmandengruppe der ev. Kirchengemeinde Wentorf in Begleitung von Pastor Michael Galle. Die interessierten Jugendlichen nahmen an Gottesdienst und Kiddush teil und hatten im Anschluss noch die Gelegenheit zu Reflexion und zum Fragen stellen.

Der Besuch und das Interesse hat uns sehr gefreut!

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Eindrücke (04. September 2016)

Klezmerlech veranstaltete am 4. September einen Liederabend mit Lena Litvinova. Sehen Sie hier Eindrücke vom Konzert russischer Romanzen und jüdischer Musik.

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Mitteilung: Eigener Friedhof (Juli 2016)

Wir sind stolz mitzuteilen: Die LJGH hat einen eigenen Friedhofsteil auf dem Ohlsdorfer Friedhof erhalten. Damit wird die Bestattung unserer Mitglieder nach den jüdischen Religionsvorschriften endlich ermöglicht. Ein lang ersehnter Wunsch unserer Gemeinde, unseren Mitgliedern in allen Lebensphasen nach jüdischem Ritus beistehen zu können, ging in Erfüllung.

Wir danken allen Spendern, insbesondere der Ev. Kirche Hamburg für die großzügigen Spenden.

 

 

 

 

 

 

 

Herzlichen Dank!

Hier finden Sie einen kleinen Eindruck vom Festgottesdienst:

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Eindrücke (10.07.2016)

Am 16. Juni 2016 fand in St. Anschar ein Themenabend über das Liberale Judentum in Hamburg statt. Anlass war das einjährige Amtsjubiläum unserers Liberalen Landesrabbiners Dr. Moshe Navon.

Der gelungene Abend wurde bereichert durch einen aufschlussreichen Vortrag von Dr. Andreas Brämer, stellvertretender Direktor des IGDJ, zum Thema „Der israelitische Tempel in Hamburg – Grundlinien seiner Geschichte“, der auch am anschließenden Podium teilnahm, zusammen mit Pastor Dr. Hans-Christoph Goßmann der Jerusalem-Gemeinde, Rabbiner Dr. Moshe Navon und unserem Gastgeber Pastor Horst-Dieter Schultz der ev. Gemeinde St. Anschar.

Die musikalische Umrahmung übernahm unser Chor Klezmerlech unter der Leitung von Gala Jarkova.

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Notiz (Juni 2016)

Die Liberale Jüdische Gemeinde Hamburg (Liberaler Landesrabbiner Dr. Moshe Navon) hat Rabbi David. B. Ruderman für seine langjährige Freundschaft und Unterstützung zum Ehrenmitglied ernannt.

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Auf dem Weg zur Transzendenz (22.Mai 2016)
(Die neue Generation der liberalen Juden in Deutschland)

Tuvia Navon heisst der junge Pianist, der an der Freiburger Musikhochschule studiert, durch die ELES-Studienstiftung gefördert wird, und als Ergebnis einer lobenswerten Zusammenarbeit des Zentralrats der Juden in Deutschland mit der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hamburg und der Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Anschar zu Hamburg in deren Festsaal in Eppendorf seinen ersten Auftritt in Hamburg hatte.
Sein Vater ist der Liberale Landesrabbiner für Hamburg, und so nahm uns der Künstler, der den Nachmittag auch selbst moderierte, mit auf eine musikalische Reise zur Transzendenz.
In den fünf kurzen Sarkasmen op.17 von Sergej Prokofiev gelang dies, indem analog zur Fantasiewelt des Komponisten Gegenbilder zur alltäglichen Realität zum Ausgangspunkt genommen wurden.
Klar umrissen, mit holzschnittartiger Deutlichkeit entstanden diese Miniaturen vor den Ohren der zahlreichen Hörer.
Die darauffolgenden Polonaise E-Dur von Franz Liszt, dessen Musik immer auch ein transzendentales Element enthalten soll, führte mit großer Virtuosität zum Herzen des Programms, zu dreien der von Busoni für das Klavier bearbeiteten Choralvorspiele für Orgel von Johann Sebastian Bach. Nicht nur in dem berühmten „Wachet auf, ruft uns die Stimme“, dessen bekannte Melodie sich über einer profanen Tanzbär-Weise entfaltet, gelang es Navon, Momente des anrührenden Empfindens zu schaffen, die gleichwohl eine bemerkenswerte Beherrschung des Pianistischen erkennen ließen. Der kluge und sparsame Pedal-Gebrauch sei hier besonders erwähnt.
Zurück in die manchmal harte Realität führte dann die Sonate op.26 von Samuel Barber, der in diesem 1948 komponierten Werk auch immer noch die Schatten des Krieges durchscheinen lässt. Die vier Sätze (mit einer Schlussfuge) wurden von Tuvia Navon leidenschaftlich und mit beeindruckender Motorik gestaltet.
Für den reichlichen Applaus bedankte sich der Pianist mit einem tief empfundenen, kurzen Werk von Scarlatti.
Man wünschte sich, diesen begabten Pianisten bald wieder in Hamburg hören zu können, vielleicht im nächsten Jahr zur 200-Jahrfeier des Liberalen Judentums. woge

 

 

 

 

 

 

 

 

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Das Geheimnis der Qumran-Gemeinschaft: Geistige Nachbarn Jesu? (März 2016)
Am 16. März 2016 hat im Zentrum für Mission und Ökumene die lange vorbereitete gemeinsame Veranstaltung der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hamburg und des Referats für christlich-jüdischen Dialog der Nordkirche stattgefunden. Der Workshop steht in einer Reihe mehrerer Veranstaltung im Rahmen des 200jährigen Jubiläums des Reformjudentums, das seinen institutionellen Anfang 1817 in Hamburg fand. Insgesamt sind drei Veranstaltungen gemeinsam mit der Nordkirche geplant, eine höchst fruchtbare und angenehme Zusammenarbeit, darin sind sich alle Beteiligten einig.

In einem Film- und Textstudium wurde der alten Frage nachgegangen, wie die Lehre des frühen Christentums sich auf die jüdischen Wurzeln bezieht.
Jesus aus Nazareth wird im Christentum oft so dargestellt, als sei seine Lehre einmalig und nahezu ohne Beziehung zu seiner jüdischen Umwelt. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass die jüdische Umwelt und Literatur der „zwischentestamentlichen“ Zeit im Christentum wenig bekannt ist. Gemeint ist die Zeit zwischen etwa 200 v.u.Z und 200 n.u.Z. In der neueren Forschung wird sie eher als die Zeit des "Frühjudentums" bezeichnet, womit zum Ausdruck kommt, dass jene Epoche nicht nur in Bezug auf das Christentum, sondern auch in Bezug auf das Judentum eine Zeit des Neubeginns war.
Wissenschaftler in Israel haben aufgrund historischer Quellen eine genaue Rekonstruktion der Gemeinschaft von Qumran vorgenommen und einen kleinen Film produziert (20 Min), der erstaunliche Einsichten in die geistige Nachbarschaft Jesu und seiner Lehre gibt. Anhand dieses Films und ausgesuchter frühjüdischer Texten diskutierten die Workshopteilnehmer mit Rabbiner Dr. Moshe Navon und Pastorin Hanna Lehming und machten sich auf die Suche nach neuen Erkenntnissen durch jüdische und christliche theologische Methoden.

Foto von Kantor Martin Rabe

Foto von Kantor Martin Rabe

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Ein Geschenk aus USA: Challa-Decke von Ina Golub (Februar 2016)
Unsere Gemeinde ist Teil der weltweiten jüdischen Reformbewegung. Wir freuen uns, wenn uns jüdische Hamburg-Besucher anrufen und fragen, ob es möglich ist, an unseren Gottesdiensten teilzunehmen. Auf diese Weise heißt unsere Gemeinde immer wieder Gäste aus Israel, USA, England und anderen Ländern willkommen. Besonders stolz sind wir, wenn diese Gäste zu Freunden und Unterstützern unserer Gemeinde werden, weil unsere Gemeinde, unsere Mitglieder und unsere Geschichte sie fasziniert und bewegt. Auf diese Weise haben wir vor vielen Jahren unsere Sponsorin aus Florida kennen gelernt, deren regelmäßige Spende uns ermöglicht, einen eigenen Rabbiner zu haben. Auf diese Weise gewannen wir auch das Ehepaar Levine aus Rockville, MD (bei Washington, DC) zu Freunden, die in diesem Jahr das zweite Mal Hamburg während einer Orchester-Tournee besuchten. (Lynne Levine spielt in dem Orchester.)
Dan Levine besuchte unseren Gottesdienst am 12. März 2016. Sein Vater - Rabbi Levine s.A. - wäre an diesem Tag 90 Jahre alt geworden. In Erinnerung an ihn hat sein Sohn unserer Gemeinde ein wertvolles Geschenk gemacht: Eine wunderschöne, kostbare Challa-Decke, die von Ina Golub hergestellt wurde, einer in Amerika sehr bekannten Künstlerin. Der Vater unseres Freundes war ein Rabbi und ein Künstler und arbeitete eng mit Ina Golub zusammen. Einige der Arbeiten von Ina Golub sind im Jewish Museum in New York ausgestellt. Viele amerikanische Synagogen haben Kunstwerke von ihr (Tora-Mäntel, Tora-Schrank-Vorhänge, Challa-Decken u.a.). Mehr auf ihrer Website: http://www.inagolub.com/index.html
Wir freuen uns sehr über dieses wundervolle Geschenk und wünschen, dass Dan und Lynne Levine weiterhin zu dem Kreis internationaler Freunde unserer Gemeinde gehören.
Wir laden alle jüdischen Gäste, die Hamburg besuchen, herzlich zu unseren Gottesdiensten ein. Lehitraot in Hamburg!

Foto: Dan Levine, Rabbi Moshe Navon, Dana Zeimer

Photo: Dan Levine, Rabbi Moshe Navon und Dana Zeimer.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Viele Glückwünsche und Anerkennung für Liberalen Landesrabbiner

(04. September 2015)

Unseren Landesrabbiner Dr. Moshe Navon erreichen seit seiner Amtseinführung herzliche Glückwünsche und Zuspruch von Persönlichkeiten aus Hamburg und ganz Deutschland, darunter Bundestagspräsident Norbert Lammert, Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz, Bochums Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz und Emmendingens Oberbürgermeister Stefan Schlatterer.

Rabbi Navon und die LJGH bedanken sich bei allen Menschen in Hamburg,
Deutschland, den USA und Israel, die uns als Vertreter des liberalen
Judentums unterstützt haben.

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Spendenaufruf (12. August 2015)

Mildtätigkeit errettet vom Tod - צדקה תציל ממוות
Wenn die Hamburger Bürger den Liberalen Juden helfen, ihre Gemeinde hier und jetzt in Hamburg zu etablieren, helfen sie sich selbst ihr eigenes bürgerliches Leben zu stabilisieren… Es ist eine Chance am richtigen Ort und zur richtigen Zeit.


Liebe Mitglieder und Freunde
der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hamburg,

seit Februar ist es uns möglich, endlich einen eigenen Rabbiner zu beschäftigen. Durch eine befristete Spende an unsere Gemeinde von einer jüdischen Familie aus den USA,  konnten wir diesen wichtigen Schritt machen. Unser Ehrenmitglied Frau Frank und ihre Tochter wollen mit uns zusammen das Liberale Judentum in Hamburg, das hier seinen Anfang nahm, stärken.
Vorstand und Rabbiner werden sich gemeinsam darum bemühen, die finanzielle Situation der Gemeinde zum Wohle aller Mitglieder zu verbessern.

Dr. Moshe Navon ist ein russischsprachiger Rabbiner, der in Israel ausgebildet wurde, und auch als Seelsorger für alle Juden in Hamburg und im Umland, die dies wünschen, tätig werden möchte. Er ist ein entschiedener Vertreter des Liberalen Judentums und wird unserer Gemeinde wieder die Geltung verschaffen, die sie vor 1938 weltweit hatte.

Erste Schritte, sich bei den Hamburger Bürgern bekannt zu machen, haben wir schon unternommen:
Es liefen verschiedene Beiträge im kommunalen Rundfunk wie auch im NDR-Fernsehen. Der Erste Bürgermeister Herr Olaf Scholz hat unserem Rabbiner zu seinem Amtsantritt als liberaler Landesrabbiner sehr herzlich  gratuliert.

Um die weitere Finanzierung der rabbinischen Tätigkeit zu garantieren, brauchen wir Ihre Spenden an die LJGH. Jeder Beitrag ist wichtig und willkommen. Am besten wäre es, wenn jeder diese für unsere Gemeinde lebenswichtige Rabbinerstelle mit regelmäßigen Beiträgen unterstützen könnte. Eine Spendenbescheinigung wird auf Wunsch ausgestellt. Bitte geben Sie diesen Spendenaufruf auch an Ihre Freunde und Bekannten weiter!
Gemeinsam werden wir es schaffen!

Spendenkonto innerhalb EU:                           Spendenkonto außerhalb EU:
IBAN: DE94 2005  0550 1294 1251 98           SWIFT-BIC: DRES DE FF 200
BIC: HASPDEHHXXX                                       IBAN: DE84 20080000 0762070600

Der Vorstand   der  LJGH

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Buchankündigung (28. Juli 2015)

Mit freundlicher Unterstützung der Alfred-Töpfer-Stiftung erscheint bald im Rahmen des Projektes Integrations-Kulturprojekt das Buch „Integration der Wissenschaftler“, verlegt von der LJGH. Darin setzen sich Autoren des Wissenschaftlichen Klubs unter dem Dach der LJGH vorrangig mit der Tatsache auseinander, dass sie in in ihren Herkunftsländern hochqualifizierte Akademiker waren, ihre Fähigkeiten in ihrer neuen Heimat Deutschland heute nicht ausreichend einbringen dürfen. Herausgekommen ist eine Sammlung von Aufsätzen nicht nur um das hochaktuelle Thema der Integration.

Verlag: Haus der Wissenschaftler e.V.
ISBN 978-3-936112-76-4

Aus dem Vorwort von Herausgeber Dr. Semen Gleizer:
„Wir alle sind im Alter von 50 bis 70 Jahren aus der ehemaligen UdSSR nach Deutschland eingereist. Die fremde Sprache, die fremde Kultur und fremde Traditionen, das alles erfüllte uns am Anfang nicht mit großer Zuversicht. Mehrheitlich erlernten wir im Herkunftsland, in der ehemaligen UdSSR, die englische Sprache. Deutsch, als zusätzliche, ganz neue Sprache, brachte uns erst recht zur Verzweiflung. Nur ganz alte Zuwanderer unter uns hatten einen Vorteil: sie sprachen Jiddisch. Das war für sie eine erste Hilfe für Kontakte mit einheimischen Deutschen in Behörden, in Supermärkten und unter Nachbarn.
Aber bald wurde es besser. Unsere Kinder, die im Alter zwischen 5 und 14 Jahren nach Deutschland gekommen waren, sind hier aufgewachsen. Praktisch alle haben hier ihren Hochschulabschluss gemacht, haben jetzt feste Arbeitsplätze in großen Firmen, und sind völlig in die deutsche Gesellschaft integriert. Sie sind berufstätig in großen erfolgreichen Firmen [...]
Aber wir, ihre Eltern, ältere Wissenschaftler, konnten nicht so einfach ohne geistige Tätigkeit zu Hause sitzen. Seit fast 20 Jahren versuchen wir eine intellektuelle Nische für uns zu finden. Als Ergebnis haben wir 1997 den wissenschaftlichen Verein (Haus der Wissenschaftler e.V.) gegründet. Heute sind wir unter dem Dach der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hamburg (LJGH) eingebunden. Von Anfang an haben wir dort regelmäßig öffentliche Vorträge auf Russisch und Deutsch organisiert, später auch einen eigenen kleinen Verlag gegründet. Inzwischen sind mehr als 70 Bücher in russischer und deutscher Sprache erschienen. Unsere Themen sind vielfältig [...] Auf diese Weise haben wir selbst unsere Integration verbessert. Parallel dazu haben wir auch jüdische und Bibel-Themen erforscht und publiziert. Einige unserer erfolgreichsten Forschungen werden in diesem Buch vorgestellt.
Somit dient dieses Buch als persönlicher Integrationsbeweis in die deutsche Gesellschaft.“

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06. Juni 2015 - Neuer Liberaler Landesrabbiner

Am  06. Juni 2015 fand im Rahmen der interreligiösen Veranstaltung „Gäste bei Abraham“ im. Veranstaltungssaal der Jerusalem-Kirch ein Hamburg-Eimsbüttel die Amtseinführung des Liberalen Landesrabbiners Hamburg statt.

Die Liberale Jüdische Gemeinde Hamburg (LJGH) hat Rabbiner Dr. Moshe Navon zum Liberalen Landesrabbiner der Freien und Hansestadt Hamburg ernannt. Rabbiner Dr. Navon ist seit 2015 offizieller Gemeinderabbiner der LJGH und gehört der Allgemeinen Rabbinerkonferenz Deutschland sowie der Central Conference of American Rabbis (CCAR) an. Er wird in Zukunft das Liberale Judentum Hamburgs als selbstständige und etablierte Strömung vertreten.
Die LJGH wurde 1994 gegründet, um dem Hamburger Judentum neben der Orthodoxen Jüdischen Gemeinde Hamburg eine weitere Facette zu verleihen. Dabei nimmt sie Bezug auf eine fast 200-jährige Reformjüdische Tradition, die 1817 mit dem Israelitische Tempelverein in Hamburg ihren Anfang nahm und die erste öffentliche Reformgemeinde der Welt war. In Deutschland wurde die Reformjüdische Tradition bis 1938 zum jüdischen Mainstream, jedoch durch den Nationalsozialismus jäh unterbrochen. Sie gelang andernorts – besonders in den USA – zu großer Blüte, wo die Mehrheit der dort lebenden Juden sich der progressiven Strömung verbunden fühlen. Umso größer ist das internationale Interesse an der LJGH, die sich auf ein 200-jähriges Jubiläum des Reformjudentums im Jahr 2017 vorbereitet.